Tod und Sterben (mit Sterbebegleitung)

 

  • der Tod ist im Schamanismus kein Tabuthema (Erinnerung an unsere Sterblichkeit)
  • bewusstes Leben ebenso wichtig wie bewusstes Sterben
  • der Tod ist nicht die Verneinung des Lebens, sondern die Auslöschung von „ich“
  • in diesem Leben die Grenzen des „ich“ überwinden
  • Erhöhung unserer persönlichen Energie und nur noch leben von „Wesentlichem“, in dem Bewusstsein unserer Endlichkeit (der Tod als Ratgeber)
  • Wertschätzung jeden Augenblicks
  • Sterbebegleitung

 

 

  • Voraussetzung:
  • Grundlagenseminar – Schamanische Reise

 

  •  Zeit:
  • 20.07.2019
  • 10 bis 18 Uhr

 

  •  wo:
  • 16227 Eberswalde Prignitzer Str. 48

 

  •  Kosten:
  • 90,-

 

Bewusstes Leben ist dem Schamanen ebenso wichtig wie bewusstes und waches Sterben. Der Tod ist im Schamanismus kein Tabuthema. Er gehört zum Leben wie die Geburt, wie die verschiedenen Wirklichkeitsebenen zwischen denen der schamanisch Reisende lebt. Eine unserer wichtigsten »Tätigkeiten«, auf denen unser Ich — und im übertragenen Sinne auch das »Ich« der Gesellschaft — basiert, ist die Leugnung des Todes. Wir werden von Anfang an darauf trainiert, die Tatsache zu vergessen, daß wir einmal sterben werden. Dieses Vergessen verringert natürlich die Angst vor dem Unbekannten, doch müssen wir dafür andererseits den hohen Preis zahlen, daß wir die magische Natur des Lebens vergessen. Den Tod fürchtet letztlich das Ich — und zu Recht. Wenn das Ich mit dem Tode konfrontiert wird, wird es zu dem reduziert, was es in Wahrheit ist: nichts. Eigendünkel können wir nur hegen, wenn wir uns für unsterblich halten. Betrachten wir hingegen unsere alltäglichen Aktivitäten im Lichte unserer Sterblichkeit, so müssen sie uns als ungeheuerlich erscheinen. Wobei wir vergessen, daß die einzige Möglichkeit, mit anderen Menschen zusammenzukommen, sie zu berühren und zu liebkosen, heute ist und daß diese Möglichkeit nur von sehr kurzer Dauer ist. Menschen, die sich wirklich ihres unvermeidlichen Todes bewußt sind, würden ihre knapp bemessene und unersetzliche Zeit nicht mit solchen unnützen Emotionen vergeuden. Solche Menschen sind Krieger, die alles, was sie tun, als Herausforderung ansehen, in jedem Augenblick das Leben in seiner ganzen Tiefe zu genießen — als Herausforderung, jeden Augenblick in Würde zu leben, so makellos, wie ihre Kraft es ihnen ermöglicht. Statt an leere Werte und abstrakte Ideen zu glauben, die sie zu falschen Vorstellungen über ihr Schicksal verleiten würden, stützen sie sich auf ihr Wissen über das einzig sichere Ereignis in ihrem Leben: den Tod. Außerdem gibt uns dies Möglichkeit, die Dinge des alltäglichen Lebens mit mehr Nüchternheit, effizienter und aus einer realistischeren Perspektive heraus anzugehen. Aufgabe des auf diese Weise befreiten Schamanen ist es, für andere da zu sein, ihnen zu helfen, sie zu heilen, sie weiterzubringen auf ihrem Weg.

Dazu gehört auch eine aktive spirituelle Begleitung die dem Sterbenden die Reise in jene andere Welt deutlich erleichtert.